Camping • Zelten • Outdoor

Camping ist Entspannung. Im Abstand zum Alltag wächst das Bewusstsein für die kleinen Freuden im Leben. Die minimalistische Ausrüstung, der mangelnde Komfort und der bewusste Verzicht auf die Bequemlichkeiten des modernen Lebens sorgen für Erholung und bieten Abwechslung. Allerdings sollte man auch beim Camping nicht auf alle Annehmlichkeiten verzichten: Ein weiches Bett zum Schlafen, ein sicheres Dach (in diesem Fall Zelt) über dem Kopf und die Grundausstattung für die Nahrungszubereitung müssen natürlich trotzdem mit. Zelten und Outdoor Aktivitäten bedeutet, sich mit wenigen, aber geschickt gewählten Ausrüstungsgegenständen zufrieden zu geben. Das funktioniert im Familienurlaub genauso wie bei Singles, die mit Freunden Kanu fahren oder wild campen. Vorsicht! Letzteres ist in Deutschland verboten, wird aber unter bestimmten Umständen toleriert.

Eine gute Ausrüstung nimmt wenig Platz ein und bietet größtmöglichen Komfort

Camping ist anstrengend. Wer auf dem Campingplatz sein Zelt aufschlägt oder eine Trecking Tour macht, liegt natürlich nicht den ganzen Tag auf der faulen Haut. Eine ungestörte und möglichst komfortable Nachtruhe ist nach anstrengenden Tagen im Freien umso wichtiger. Isomatten und moderne Luftmatratzen in Kombination mit einem der Klimazone entsprechend gewählten Schlafsack bilden eine angenehme Schlafstätte. Die zeitgenössischen Luftbetten haben mit den Luftmatratzen der 1980er Jahre nichts mehr gemeinsam: Sie bestehen in der Regel aus mehreren Kammern, sind innen verstärkt und sind auch für ältere Menschen ausgesprochen bequem. Wer Kälte von unten fürchtet oder in höheren Regionen kampiert, wird dagegen Thermomatten bevorzugen. Die Matten sind aus speziellen Materialmischungen gefertigt, die nicht nur weich polstern und Unebenheiten im Boden ausgleichen, sondern auch der Wärmedämmung dienen. Für das körperliche Wohl wichtig ist die Versorgung mit Lebensmitteln. Ein Campingkocher und das entsprechende Geschirr kann bei längeren Aufenthalten gute Dienste leisten. Die Ausrüstung muss weder groß, noch schwer sein. Dass sich mit einem kleinen Gaskocher und einem Topf keine Fünf-Gänge-Menüs zubereiten lassen, versteht sich von selbst. Trotzdem sind schmackhafte und vor allem nahrhafte Mahlzeiten wichtig, um Outdoor Aktivitäten mit viel Spaß bestehen zu können. Wer allerdings nur eine Nacht mit Freunden auf der Wiese feiern will, der braucht nicht die Profiausrüstung. Ein Einweggrill tut es in diesem Fall auch. Solange der Grill fachgerecht entsorgt wird, darf die eigentlich gar nicht so umweltfreundliche Alternative zum „richtigen Grill“ manchmal sein.

Gute Ausrüstung ist viel Wert

Zelten und Outdoor Aktivitäten ist etwas anderes als Festival-Stimmung: Es muss nicht das günstige Kunststoffgeschirr sein, und heute sind emaillierte Blechnäpfe zum Essen zwar noch erhältlich, aber nicht alternativlos. Der entspannte Urlaub in der Natur kann durchaus luxuriös sein. Zur Ausrüstung gehört unbedingt Besteck: Ein Messer, Löffel und Gabel sollten es schon sein. Laguiole Messer aus Frankreich sind formschöne, hochwertige Messer mit aufklappbarer Klinge, die wie ein Taschenmesser immer dabei sind. Die Klingen sind sauber gearbeitet, der Griff ist in der Regel aus Holz (oft Olivenholz) eingelegt. Den Schaft ziert die Figur einer kleinen Biene oder Fliege. Diese Messer haben Tradition im Bereich Outdoor und Camping. Allerdings werden die ursprünglich in Laguiole und Thiers in Frankreich produzierten Messer inzwischen von 130 Unternehmen in Frankreich und vielen weiteren in Fernost hergestellt. Es bestehen durchaus qualitative Unterschiede, so dass sich hier genaues Hinsehen beim Kauf lohnt. Im Stil der Laguiole Messer werden inzwischen auch Tranchierbesteck und anderes Küchengerät gefertigt. Stilecht und hochwertig können diese Bestecke der Grillparty den passenden Rahmen geben. Beim Camping sind die spezielleren Bestecke aber eher unnötiger Ballast. Das traditionelle Messer reicht für den Alltag auf dem Campingplatz und in der Natur aus. Wer auf hochwertige Messer Wert legt, sollte das bei den übrigen Küchenutensilien auch tun. Schwere Töpfe aus Edelstahl und Pfannen sind zwar nett, aber beim Camping dann doch eher unnötig. Ein bis zwei einfache Töpfe aus leichtem Aluminium lassen sich einfacher verstauen und transportieren. Qualitativ gute Produkte sind nicht ganz so dünnwandig, lassen sich gut reinigen und können recht langlebig ausfallen.

Camping ist Abenteuer pur

Zelt ist nicht gleich Zelt. Es gibt so viele unterschiedliche Möglichkeiten, den Campingurlaub zu gestalten. Vom einfachen Tunnelzelt für ein bis zwei Personen über das hochgebirgstaugliche Trekking Zelt bis hin zu einem verspielten Rundzelt, das an Zirkus oder Nomaden erinnert, gibt es alles. Wie soll der Camping Urlaub denn ausfallen? Nicht immer muss es die minimalistische Ausrüstung für die Natur sein. Wer in zwei Wochen fünf verschiedene Campingplätze ansteuert, sich viel bewegt und wirklich Natur erleben will, der ist mit einem einfachen Zelt, das sich schnell aufbauen lässt und der ganzen Familie Platz bietet, gut beraten. Aber vielleicht soll der Urlaub ja auch auf eine einzigen Campingplatz verbracht werden und den Kindern ein besonderes Erlebnis bieten? Einige Campingplätze bieten Zelte an, die fertig aufgebaut sind und einfach bezogen werden können. Wenn der Urlaub unter dem Motto Abenteuer steht, kann auch eine Übernachtung im Zirkuswagen in Frage kommen – auch das gehört zu den speziellen Angeboten mancher Campingplätze. Wer sein eigenes Zelt mitbringt, sollte allerdings beim Kauf darauf achten, welche Art von Zelt wirklich benötigt wird. Kinderzelte sind oft klein und nicht wasserdicht, sie sind als Spielzelt im Kinderzimmer oder bei sonnigem Wetter im Garten geeignet. Bierzelte sind sehr groß, haben aber keinen Boden. Man kann darin stehen, Bänke und Tische aufstellen und eine Feier ausrichten. Zum Übernachten und für den schnellen Aufbau auf Campingplätzen sind sie aber zu groß und zu ungemütlich. Das Garagenzelt und Lagerzelte sind auch nicht zum Übernachten gedacht. Während das Garagenzelt dem Auto, Motorrad oder Fahrrädern einen temporären Unterstand und Wetterschutz bietet, sind Lagerzelte entwickelt worden, um vorübergehenden, mobilen Lagerraum für Waren zu haben. Sie bieten einen groben Wetterschutz von oben und von den Seiten sowie Sichtschutz. Darin schlafen kann man vielleicht auch, aber ein richtiges Trekking Zelt ist dann doch etwas anderes. Wird ein Jugendlager oder ein Festival ausgerichtet, braucht man das ein oder andere Lagerzelt für die Bereitstellung von Material, Lebensmitteln und dergleichen. Bei Outdoor Aktivitäten, die von einem Standpunkt ausgehen (beispielsweise einem Kletterurlaub mit Basiscamp) kann das Lagerzelt die Ausrüstung schützen. Ein zusätzliches Zelt oder ein Wohnwagen zum Übernachten ist aber doch nötig. Das Zelt zum Übernachten zeichnet sich dadurch aus, dass es auch Schutz von unten bietet. Eine Bodenplane hält Feuchtigkeit draußen, auch bei Regen, und eventuell abgetrennte Schlafkammern sorgen für etwas Privatsphäre.

Für jeden Zweck das passende Zelt

Zelten kann mit minimaler Ausrüstung ein Erlebnis sein. Der Familienurlaub mit Isomatten, Luftbetten, Thermomatten und Schlafsäcken ist an sich schon ein Abenteuer. Können die Kinder zusätzlich im Zirkuswagen oder einem Schäferwagen übernachten, haben vielleicht die Möglichkeit, Kanu fahren zu gehen oder andere Outdoor Aktivitäten wahrzunehmen, wird der Urlaub unvergesslich. Kinderzelte sind zum Übernachten für die Kleinen allerdings ungeeignet. Anders das Rundzelt: Für den schnellen Auf- und Abbau ungeeignet, erinnert das Zelt mit Mittelmast an eine mittelalterliche Stadt. Bierzelte und Einweggrill sind allerdings eher für die Party als für den Familienurlaub mit Camping geeignet. Zum Schlafen reicht ein niedriges Tunnelzelt, in dem man nicht stehen kann.